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3MA
Mali - Marokko - Madagaskar
Ballake Sissoko, Driss El Maloumi, Rajery Contrejour

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Afel Bocoum

Afel Bocoum
“Tabital Pulaaku”
Contrejour -
(im Vertrieb von Broken Silence)
VÖ: 23. Oktober 2009

Afel Bocoum stammt aus Niafounké, aus dem Norden Malis, wo die Musik die flimmernde Farbe der Wüste und den Rhythmus des Flusses Niger vereint.

Die musikalische Laufbahn des studierten Agraringenieurs beginnt im Jahre 1968, als der Dreizehnjährige in die Band seines Onkels Ali Farka Touré eintritt. Diese verlässt er zehn Jahre später, doch die Zusammenarbeit mit Ali Farka Touré wird 30 Jahre währen. In den 80er Jahren gründet Afel Bocoum sein eigenes Ensemble Alkibar („Der Bote des großen Flußes“ in der Sprache der Sonrhaï).

Im Jahre 1999 produziert Afel Bocoum sein erstes Album „Alkibar“. Es wurde in Niafounké aufgenommen, als Ali Farka Toure in Nick Golds mobilem Studio gerade selber arbeitete. Mit dem Segen des „Bosses“ entwickelte Afel Bocoum ein eigenes Repertoire der sanften und hypnotischen Töne. Im Jahre 2002 nahm Afel Bocoum mit Blurs Bandleader Damon Albarn das erfolgsgekrönte Album „Mali Music“ auf. In 2004 und 2005 arbeitete er mit Habib Koite und den Touareg Frauen von Tartit in der einmaligen Bühnenshow „Desert Blues“, und in 2007 wurde sein zweites Werk „Niger“ veröffentlicht.

Zehn Jahre nach „Alkibar“ erscheint heute „Tabital Pulaaku“, eine Einladung, Afel Bocoum auf seinen ganz eigenen Weg zu folgen. Es geht ihm sicherlich nicht darum, zwölf Lieder aneinander zu reihen, viel mehr verfolgt er eine gewisse Logik, die von einer Komposition zur nächsten, von einer Sprache zur anderen, von einem Blickwinkel zu einer weiteren Sichtweise führt. Dabei bleibt Afel Bocoum fest in seinen afrikanischen Wurzeln verankert, die Lieder scheinen wie aus dem roten Lehm des schwarzen Kontinents geformt zu sein und vermitteln, wie wichtig Erziehung, Bildung, Respekt und Erhaltung der unterschiedlichen kulturellen Identitäten sind. Aber auch der gesellschaftliche Fortschritt und die bessere Stellung der Frau liegen ihm am Herzen.

Als afrikanischer Musiker versteht sich Afel Bocoum als neuer Trieb am Baum der Traditionen. Mit elektrischen und akustischen Gitarren sowie mit der Ngoni und der Njarka komponiert er schlichte, elegante Melodien und legt sie auf Rhythmen, die eine geradezu hypnotische Wirkung entfalten. Afel Bocoum singt in Songhai, Peul und Bambara, um von der ethnischen Vielfalt Malis zu zeugen und die absolute Notwendigkeit der Kommunikation jenseits der Grenzen zu bekräftigen.

Wie auf den vorherigen Alben zeigt Afel Bocoum auf „Tabital Pulaaku“ seine große Verbundenheit mit seinem Land und der Natur: hier spricht die Gitarre eines Mannes, der das Gras, die Erde Malis und das Wasser des Flusses Niger zu einem heiligen Symbol des Lebens vereint hat. Ein Leben, das die Musik immer in sich tragen wird, solange wir bereit sein werden, hinzuhören und zu verstehen, was Afel Bocoum mit ausgesprochener Feinfühligkeit und sicherem Talent uns leise ins Ohr flüstert.

Afel Bocoum spielt am 21. September 2009 in Berlin (Kesselhaus – Nacht des Ramadans)

© Malagueta Music Ltd. 2006