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Aly Keita

Aly Keita
Farafinko
Contrejour
(im Vertrieb von Broken Silence)
VÖ: 29.10 2010

Aly Keita wurde 1969 in Abidjan (Elfenbeinküste) geboren. Er stammt jedoch aus einer Malinké-Familie, die in Mali seit Generationen den Beruf des „Griots“ (traditionelle Sänger und Musiker) ausübt. In der Familie und im Dorf spielt man Kora oder Djembe. Doch Aly Keita entdeckt sehr früh seine Leidenschaft für das Balafon und wird alles daran setzten, sein Lieblingsinstrument wie kein anderer zu spielen. Es wird ihm gelingen: sein wirbelndes Balafonspiel ist einfach spektakulär, die Hölzer in seinen Händen scheinen auf den Klangstäben zu tanzen!

Aly Keita zu begegnen ist eine wahre Freude, denn selten erlebt man einen Musiker, der so bescheiden und gleichzeitig so leidenschaftlich in die Musik verliebt ist. Sobald er sie spielt – aber auch einfach nur, wenn über sie spricht – funkeln seine Augen und sein jetzt schon lengendäres und über alle Maße ansteckendes Lächeln lässt sein Gesicht strahlen.

So erzählt er, wie er sein eigenes diatonisches Balafon entwickelt hat, das ihm neue Spielmöglichkeiten und Stile eröffnete und mit dem er die Großen dieser Welt begleitet: Omar Sosa, Rhoda Scott, Etienne M’Bappé, Linley Marthe, Paolo Fresu, Paco Séry, Trilok Gurtu, Hans Lüdemann oder Joe Zawinul... Seine Diskographie lässt sich ebenfalls sehen: Im Studio unterstützt er u.a. Trio Ivoire, Paco Séry, Mano Solo, Omar Sosa und El Hadj N’Diaye.

Nach seinem ersten album „Akwaba Inisene“ (Willkommen in Afrika), das sich im Jahre 2008 in Windeseile in die European World Music Charts hinauf katapultierte, erscheint dieser Tage sein zweites Werk, „Farafinko“ (Afrikas Hoffnung), in dem er die gesamte Bandbreite seines Solistenspiels zeigen kann. „Heute fühle ich mich beim Komponieren sehr frei, ich lasse meinen Emotionen freien Lauf, ich schreibe, wie ich fühle, mit Liebe, Freude, Spaß und Energie“, erklärt Aly Keita, dem es mit seiner Feinfühligkeit gelungen ist, zwischen Tradition und Moderne genau ins Schwarze zu treffen. Seine Kompositionen setzten Akzente, zeigen gekonnte Variationen in Dynamik und Tempo, seine Virtuosität sowie seine interpretatorische Finesse lassen überaus melodiöse Stücke entstehen.

Die zahlreichen musikalischen und stilistisch sehr unterschiedlichen Begegnungen haben ihn natürlich beeinflusst, doch der Wahl-Berliner hat seine Wurzeln nicht vergessen. Und diese sind auf „Farafinko“ ganz deutlich zu hören.

© Malagueta Music Ltd. 2006