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LéOparleur
(Frankreich)
"Tout ce qui brille" Léo Production
 
Cubanito 20.02
(Kuba)
"Tocame" Lusafrica
 
Dub Incorporation
(Frankreich)
"Dans le décor" Dub Incorporation
 
Fatima Spar und Die Freedom Fries
(Türkei/Balkan)
"Zirzop" Hoanzl
 
Costo Rico
(Spanien)
"Cosas Ricas" Ventilador
 
Miriam Aida
(Schweden)
"Meu Brasil" Connective Records
 
Babylon Circus
(Frankreich)
"Dances Of Resistance" Sky Cap
 
Bau
(Kap Verde)
"Ilha Azul" Lusafrica
 
Djamel Laroussi
(Algerien)
"3Marabouts" Dadoua
 
Amparanoia
(Spanien)
"La Vida te da" Wrasse Records

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Cubanito 20.02

"Tocame"
 Lusafrica
 (im Vertrieb von Rough Trade)
 Kat-Nr:
 VÖ: 17. Februar 2006
 

Auf Kuba ist es durchaus kein Widerspruch, in einem Atemzug von amerikanischen Rappern zu schwärmen und Majakovsky zu zitieren. Versteht man diesen lockeren und natürlichen Umgang mit derart unterschiedlichen Einflüssen, so ist es nicht verwunderlich, dass dort die kubanische Variante des Reggaeton die wichtigste musikalische Welle seit dem Höhepunkt des Salsa darstellt.

Was in einigen Städten der USA und inzwischen auch in Europa als trendige Modeerscheinung gilt, nimmt auf Kuba eine viel größere Bedeutung ein. Dort stellen die drei jungen Männer von Cubanito 20.02 mit ihrem feurigen Sound die ganze Insel auf dem Kopf. Am Anfang dieser musikalischen Revolution standen Flipper, El Doctor und White, also Haniel Gonzalez Martinez, José Angel Sastre Perez und Javier Duran Webb. Flipper, der Sänger und Leader der Band, arbeitete tagsüber und legte nachts auf, bevor er sich ganz in das Abenteuer Cubanito 20.02 stürzte. Mitte der 90er Jahre lernte er White und El Doctor kennen. Die Jungs gaben unzählige Konzerte, erlangten in Windeseile einen beachtlichen Ruhm und gründeten im Februar 2002 Cubanito 20.02. Ein knappes Jahr später erscheint ihr erstes Album "Soy Cubanito", das eine regelrechte Lawine lostritt. Sie werden wie die Beatles des Reggaeton gefeiert. Flipper, El Doctor und White können keinen Fuß mehr auf die Straßen Havannas setzen, ohne dass Massenunruhen entstehen. Die Bevölkerung schreit aus jedem Fenster "Uh laca laca lah!", den Chorus aus "Matame", der zum allgemeinen Partyruf unter den Kubanern geworden ist. Dass der Reggaeton, der von den Kubanern zuerst als absolute "Bad Boy Musik" abgestempelt wurde, überhaupt im Radio gespielt werden konnte, hat er Cubanito 20.02 und seinen Hits "Matame", "Soy Cubanito" oder "Pideme" zu verdanken. Der Erfolg der Band lässt sich durch das Charisma erklären, das diese Trio Infernale des Reggaeton ausstrahlt, das jederzeit bereit ist, Parties zu feiern, Frauenherzen zu erobern und ihre mitreißende Musik zu spielen. Und das auch außerhalb der Insel. Völlig unbekannt landeten sie auf den Kapverdischen Inseln, eine Woche später wurden sie dort wie Superstars behandelt. Bei ihren Auftritten in Frankreich und Italien lösten sie ebenfalls in kürzester Zeit größte Begeisterung in der Latino-Szene aus.

Anfang 2006 erscheint in Deutschland das bekanntlich schwierige zweite Werk: "Tocame". Zwischen Hardcore Rap, gut integrierten Latino Einflüssen, majestätischen Gitarren à la Santana und Reggae Roots, der Cubanito Stil war noch nie so wirkungsvoll wie auf den 12 Titeln dieses wagemutigen und gleichzeitig melodiösen Albums. Diesmal ist die französische Ragga und Hip-Hop-Szene vertreten. Alexis Ouzani, der unter anderem mit Doc Gyneco zusammen arbeitet, arrangierte die Mehrzahl der Songs und spielte die Gitarre ein. Das franco-kapverdische Kollektiv La M.C Mal Criado ("schlecht erzogen" auf Kreolisch) mit Stomy Bugsy, Izé und Jacky von Nèg’Marrons unterstützen die Kubaner und machen aus "Miente A Lo Cubano" den Bonus Track: "Mensonge".

Da braucht man nur auf Play zu drücken, und schon lächelt man, schnippt mit, singt und tanzt! Der kubanische Reggaeton hat eindeutig einen Namen, und Cubanito 20.02 wird sich sicherlich nicht nur auf Kuba die Herzen und die Charts erobern.

Was ist Reggaeton? (Quelle: Wikipedia)

Reggaeton (auch Reggaetón oder Requetón) ist eine Musikrichtung, die sich aufbauend auf Reggae, Dancehall, Hip-Hop, lateinamerikanischen Musikrichtungen und Dance Musik entwickelt hat. Seinen Ursprung hat der Reggaeton in Puerto Rico und Panama. Mittlerweile ist er in ganz Lateinamerika sowie in Spanien populär geworden. In den USA bauen bereits einige Majorlabel Beteiligungen an Plattenfirmen in Puerto Rico auf, um die Musik vertreiben zu können. Es existieren in Europa zwar noch keine Vertriebswege, dennoch erlangt der Reggaeton auch hier eine immer größere Bekanntheit. In vielen großen Städten des Kontinents findet man Clubs, in denen Reggaeton aufgelegt wird. Manche glauben, Reggaeton stünde, ähnlich dem Reggae aus Jamaika in den 1970ern, auch in nicht spanischsprachigen Ländern kurz vor einem Durchbruch. Dafür sprechen immer häufigere Collaborations zwischen Dancehall- und Reggaeton-Artists (wie z.B. Mr. Vegas und Daddy Yankee). Geschichte Die ersten Reggaemusiker Lateinamerikas tauchten Mitte der 1970er in Panama auf. Der Reggae war hier dank der vielen jamaikanischen Einwanderer, die zum Bau des Panamakanals ins Land gekommen waren, populär geworden. Einige sind der Meinung, dass auch der Reggaeton legitimerweise Panama zugeschrieben werden müsse. Entscheidende, den Reggaeton ebenfalls charakterisierende Elemente wie Einflüsse aus Hip-Hop und House, wurden jedoch erst von Künstlern aus Puerto Rico entwickelt. Man sollte daher wohl eher von einer Mischung verschiedener regionaler Einflüsse sprechen, aus denen sich der Reggaeton in seiner heutigen Form entwickelt hat. Die ersten spanischsprachigen Hip-Hop-Tapes kamen Mitte der 1980er aus Puerto Rico. Anfang der 1990er fand auch Ragga aus Jamaika auf der Insel eine breitere Aufmerksamkeit. Die CD Dancehall Reggaespanol auf dem Major-Label Columbia brachte die Musik auch nach Europa. Die spanischen Versionen von Ragga-Hits wie El desorden von Nando Boom (Original Stick it up von Cutty Ranks) und Hombre Murio von Killer Ranks (Original Nuff Man a Dead von Super Cat) muteten zwar exotisch an, waren aber richtungsweisend für den weiteren Verlauf der Entwicklung des Reggaeton. Man nannte diese Musik damals "under", als Kurzform von "Underground". Auch wenn Panama eine längere Reggae- und eigentlich auch Reggaetonkultur vorzuweisen hat, blieben die neuen Riddims aus Puerto Rico nicht unbemerkt. In den folgenden Jahren mischte sich der Panamaer Reggaeton mit dem aus Puerto Rico. Es kamen ebenfalls kubanische Elemente hinzu. Der heutzutage in Lateinamerika so erfolgreiche Reggaeton war geboren. Im Laufe der 90er Jahre wurde der Reggaeton nach und nach zu einem bedeutenden Musikstil in ganz Lateinamerika. Einer der ersten Welterfolge war El Meneaito (1989) von Gaby; er wurde nach 1990 mehrmals remixt und in vielen südamerikanischen Ländern in seinen diversen Versionen zu einem beliebten Club-Hit. Der Sound des Reggaeton wurde immer weiter perfektioniert und die Bewegung insgesamt kommerzialisiert. Erst gegen Ende der 90er Jahre gelang der Stilrichtung auch der Sprung nach Europa, wo er anfangs in Spanien populär wurde. Die bekanntesten Reggaeton-Hits in Europa waren Papi Chulo (aus dem gleinachnamigen Film von 2003) von Lorna sowie Sientelo von Speedy feat. Lumidee & Culcha (eigentlich Antonio Ortiz Garcia) aus Puerto Rico aus dem Jahr 2004. 2005 gelang mit Gasolina von Daddy Yankee erstmals einem Reggaeton-Hit den Sprung in die deutschen Top Ten der Charts. Reggaeton heute Mittlerweile haben auch amerikanische Rapper den Erfolg des Reggaeton erkannt. Seit N.O.R.E.s Oye Mi Canto gibt es auch von zahlreichen Hip-Hop-Songs Reggaeton-Remixe. Auch bei den Veröffentlichungen von Sean Paul, Mr. Vegas, Nina Sky, Cypress Hill, R.Kelly und auch den Ruff Ryders ist ein Reggaeton-Einfluss spürbar. Einige Reggaeton-Künstler coverten amerikanische Hip-Hop-Stücke. So unterlegte Tego Calderon die Beat von 50 Cents P.I.M.P. und In Da Club mit spanischen Raps. Auch in den Produktionen der Berliner Gruppe Culcha Candela finden sich Elemente des Reggaeton. Man wird in nächster Zeit mehr von dieser Musik

hören, Daddy Yankee war nur der wegbereiter für die ganzen weiteren talentierten Artist, welche in Ihrer Heimat schon seit Jahren erfolgreich sind.

Charakterisierende Elemente Das wohl auffälligste Merkmal des Reggaeton ist der konstante Rhythmus eines Drumcomputers (Drum-Machine). Der charakteristische Rhythmus des Reggaeton heisst "Dem Bow"-Rhythmus, benannt nach dem gleichnamigem Song von Shabba Ranks, der die Entwicklung des Reggaeton-Sounds stark beeinflusst hat. Es ist eine sehr eindringliche, konstant zum Tanzen animierende Musik. Man spürt nicht nur die Einflüsse von Dancehall und elektronischer Musik (wie z. B. Hip-Hop Beats), sondern sogar afrikanische Elemente, die sich über die Musik der Sklaven in verschiedene lateinamerikanische Stile wie Bomba und Plena gerettet haben und sich im Reggaeton wiederfinden. Die Texte sind sehr direkt und unverblümt. Die Künstler singen über alltägliche Kriminalität und Gewalt, die sie aus ihrer Heimat kennen. Themen wie die Liebe und das Tanzen sind ebenfalls sehr häufig. Oft aber dreht es sich schlicht um Sex. Der Tanz zu Reggaeton heißt Perreo. Dieser Tanz ist sehr erotisch und körperbetont, weshalb er von vielen Fans auch als "Sex mit Kleidern" bezeichnet wird. Die Texte sind fast durchweg in spanischem Sprechgesang (Rap) gehalten, die stilistisch zwischen dem schnellen, harten "Toasting" im Dancehall und eher melodischem oder langsameren "Old School" Hip-Hop liegen. Die Musik ist aufpeitschend mit interessanten, abwechslungsreichen Rhythmen. Der sparsam instrumentierte Stilmix spiegelt den Culture Clash der karibischen Musikstile wieder. In Kuba hat der verwendete Text sogar eine politisch-sozialkritische Funktion, da hier verschlüsselte Systemkritik geübt wird.

© Malagueta Music Ltd. 2006