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Jaune Toujours
Belgien
20sth Choux de Bruxelles
 
Orchestre International du Vetex
Belgien
Fifavela Via Lactea
 
Kumbia Queers
Argentinien
Canta Y No Llores
 
Erica Mou
Italien
 
Liloba
Kongo/Belgien/Deutschland
Tango Ekoki Kick The Flame
 
Annuluk
Deutschland
MalaM Kick The Flame
 
Kareyce Fotso
Cameroun
Mokte Contrejour
 
Dobet Gnahoré
Côte d’Ivoire
Na Drê Contrejour
 
Habib Koité
Mali
Soô Contrejour
 
Götz Rausch Band
Deutschland
Schaurige Märchen Rainsong Records

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Dobet Gnahoré

Dobet Gnahoré
Na Drê
Contrejour
(im Vertrieb von Broken Silence)
VÖ: 28.03.2014


Es war einmal in Abidjan, in einer Gemeinde mit dem Namen Village Ki-Yi, in dem alle Einwohner Künstler waren. Unter Dächern aus Bananen- und Palmenblättern, aber meistens unter freiem Himmel, schrieben sie Musik und Theaterstücke, malten und tanzten. An einem Donnerstagabend saß ein Vater des Dorfes gemütlich in seinem Sessel und genoss die Party, die zum Anlass seiner Rückkehr nach einer langen Auslandstournee gegeben wurde. Aus dem fröhlichen Tohuwabohu stach plötzlich die Stimme der damals zwölfjährigen Gnahoré-Tochter, eine hohe, etwas melancholische Stimme mit einem klaren Timbre, verführerisch, flehend und gebieterisch zugleich. Frech verlangte sie von ihrem Vater: „Papa, ich will nicht mehr in die Schule gehen, ich will hier im Dorf bleiben, so wie Du“, und setzte sich mit ihrer Forderung durch.

Dobet Gnahoré wuchs also in diesem Künstlerdorf mit panafrikanischen Ambitionen auf und lernte Theater, Tanz, Gesang und Perkussionen. Seitdem geht sie weiterhin unbeirrbar ihren Weg. Sie veröffentlichte zwei Alben (Na Afriki in 2007 und Djekpa La You in 2010), auf denen sie mit Leib und Seele und mit ihrer gewinnenden Stimme ein Loblied auf das afrikanische Kontinent und vor allem auf die afrikanische Frau anstimmte.

Auch auf Na Drê, das in diesem Frühling erscheint, erzählt Dobet Gnahoré von weiteren Frauenschicksalen, die einen sehr berühren. Von Frauen, die das Leben verlieren, indem sie es schenken. Die unter den Schlägen ihrer Männer leiden. Die sich der Zwangsverheiratung verweigern wollen. Die wegen einer unmöglichen Liebe weinen. Die zögern, manchmal bedauern, Fragen stellen, hoffen und voran kommen wollen, für sich selbst aber vor allem für ihre Kinder, ihre Familie, ihr Volk, ihr Kontinent.

Dobet Gnahoré hat die meisten Songs auf Malinké, Dida und Bété selbst geschrieben und komponiert. Die Arrangements hat sie ihren Musikern anvertraut, die sich gegenseitig ergänzten und so ein wesentliches Teil des Ganzen geworden sind. Unter den vielen musikalischen Gästen: Lokua Kanza (Gitarre & Gesang) und Paco Sery (Schlagzeug, Bass, Perkussionen, Gitarre & Gesang). Entstanden ist ein vielschichtiges Album mit all der Kraft und Zärtlichkeit, die Dobet Gnahoré auf der Bühne wie auf Tonträgern zeigen kann.

Konzerte:
27/03/2014 - Mainz (D), Frankfurter Hof
28/03/2014 - Hannover (D), Pavillon

© Malagueta Music Ltd. 2006