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Victor Démé. Lido (Berlin)
Burkina Faso
21.4.2010, 20h00
 
Dobet Gnahoré
Elfenbeinküste
Djekpa La You Contrejour
 
LifeLines #3: Rubén Rada, Haus der Kulturen der Welt
Berlin
Mit: Rubén Rada, Juana Molina, Jazzanova, Javier Malosetti, Pablo Schanton
 
Amparo Sanchez
Tucson-Habana
Spanien Wrasse Records
 
Oswin Chin Behilia
Curacao
Liber Otrabanda Records
 
Mikea
(Madagaskar)
Taholy Contrejour
 
Afel Bocoum
(Mali)
Tabital Pulaaku Contrejour
 
LéOparleur
(Frankreich)
Faut Du Rêve Léo Production
 
Die Strottern
(Österreich)
I Gabat Ois Cracked Anegg
 
Dazkarieh
(Portugal)
Hemisférios Hepta Trad.

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Dobet Gnahoré

Dobet Gnahoré
Na Drê
Contrejour
(im Vertrieb von Broken Silence)
VÖ: 28.03.2014


Es war einmal in Abidjan, in einer Gemeinde mit dem Namen Village Ki-Yi, in dem alle Einwohner Künstler waren. Unter Dächern aus Bananen- und Palmenblättern, aber meistens unter freiem Himmel, schrieben sie Musik und Theaterstücke, malten und tanzten. An einem Donnerstagabend saß ein Vater des Dorfes gemütlich in seinem Sessel und genoss die Party, die zum Anlass seiner Rückkehr nach einer langen Auslandstournee gegeben wurde. Aus dem fröhlichen Tohuwabohu stach plötzlich die Stimme der damals zwölfjährigen Gnahoré-Tochter, eine hohe, etwas melancholische Stimme mit einem klaren Timbre, verführerisch, flehend und gebieterisch zugleich. Frech verlangte sie von ihrem Vater: „Papa, ich will nicht mehr in die Schule gehen, ich will hier im Dorf bleiben, so wie Du“, und setzte sich mit ihrer Forderung durch.

Dobet Gnahoré wuchs also in diesem Künstlerdorf mit panafrikanischen Ambitionen auf und lernte Theater, Tanz, Gesang und Perkussionen. Seitdem geht sie weiterhin unbeirrbar ihren Weg. Sie veröffentlichte zwei Alben (Na Afriki in 2007 und Djekpa La You in 2010), auf denen sie mit Leib und Seele und mit ihrer gewinnenden Stimme ein Loblied auf das afrikanische Kontinent und vor allem auf die afrikanische Frau anstimmte.

Auch auf Na Drê, das in diesem Frühling erscheint, erzählt Dobet Gnahoré von weiteren Frauenschicksalen, die einen sehr berühren. Von Frauen, die das Leben verlieren, indem sie es schenken. Die unter den Schlägen ihrer Männer leiden. Die sich der Zwangsverheiratung verweigern wollen. Die wegen einer unmöglichen Liebe weinen. Die zögern, manchmal bedauern, Fragen stellen, hoffen und voran kommen wollen, für sich selbst aber vor allem für ihre Kinder, ihre Familie, ihr Volk, ihr Kontinent.

Dobet Gnahoré hat die meisten Songs auf Malinké, Dida und Bété selbst geschrieben und komponiert. Die Arrangements hat sie ihren Musikern anvertraut, die sich gegenseitig ergänzten und so ein wesentliches Teil des Ganzen geworden sind. Unter den vielen musikalischen Gästen: Lokua Kanza (Gitarre & Gesang) und Paco Sery (Schlagzeug, Bass, Perkussionen, Gitarre & Gesang). Entstanden ist ein vielschichtiges Album mit all der Kraft und Zärtlichkeit, die Dobet Gnahoré auf der Bühne wie auf Tonträgern zeigen kann.

Konzerte:
27/03/2014 - Mainz (D), Frankfurter Hof
28/03/2014 - Hannover (D), Pavillon

© Malagueta Music Ltd. 2006