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LéOparleur
(Frankreich)
"Tout ce qui brille" Léo Production
 
Cubanito 20.02
(Kuba)
"Tocame" Lusafrica
 
Dub Incorporation
(Frankreich)
"Dans le décor" Dub Incorporation
 
Fatima Spar und Die Freedom Fries
(Türkei/Balkan)
"Zirzop" Hoanzl
 
Costo Rico
(Spanien)
"Cosas Ricas" Ventilador
 
Miriam Aida
(Schweden)
"Meu Brasil" Connective Records
 
Babylon Circus
(Frankreich)
"Dances Of Resistance" Sky Cap
 
Bau
(Kap Verde)
"Ilha Azul" Lusafrica
 
Djamel Laroussi
(Algerien)
"3Marabouts" Dadoua
 
Amparanoia
(Spanien)
"La Vida te da" Wrasse Records

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Gilles Peterson & Patrick Forge

" Sunday afternoon at dingwalls"

 (im Vertrieb von Rough Trade )
 Kat-Nr:
 VÖ: 27.10.2006

Ein Motto: “Talkin’ Loud and Saying Something” Ein Club: “Dingwalls” im Londoner Stadtteil Camden Zwei DJs: Gilles Peterson & Patrick Forge

Das war das Rezept zu den Sonntag Nachmittagen, die eine ganze Generation in Sachen Sound und Stil geprägt haben. Mit dem Optimismus der Rave Generation dennoch mit ganz anderer Musik sind die Dingwalls Sessions ein derartiger Kult geworden, dass viele behauptet haben, dort gewesen zu sein, obwohl sie in Wirklichkeit den Club nie betreten haben. Doch alle wollten zur Legende, besser noch zur Familie gehören.

Von Sonntag Mittag bis 18h30 fand die wöchentliche Show statt. In der ersten Stunde legte ich Musik auf, die vielleicht nicht auf der Hand lag, sanfte Vibes und Spiritual Jazz, die nichts mit rasantem Fusion oder lateinamerikanischen Knallern gemeinsam hatte, die die Tänzer so sehr mochten. Als diese im Laufe des Nachmittags zahlreicher wurden, nahmen die Beats an Intensität zu. Das Publikum war so verschiedenartig, dass es wichtig war, eine breite Palette an Rhythmen, den Kontrast zwischen verrückten Perkussionen und melodischem Material zu bieten. Es war einfach ein schönes Gefühl, DJ an diesen Sonntag Nachmittagen zu sein und abgefahrene Musik für Tänzer aufzulegen, die jede Nuance davon verstanden.

Gilles Peterson baute sein Set vom Geflüster bis zum Schrei auf, begann mit subtilen und minimalen Sounds, die dem Publikum erlaubten, noch kurz an die Bar zu gehen. Was folgte, war Abenteuer pur, reinste Variation zwischen Stil und Tempo. Gilles verstand es wie kein anderer, das Unerwartete funktionieren zu lassen. Auch wenn er ganz unspektakuläre oder bekannte Tracks spielte, kamen sie immer richtig. Sogar Stevie’s „Isn’t She Lovely“ unmittelbar nach feinstem Jazz aufgelegt, sorgte für Überraschung, wenn nicht sogar für ein breites Grinsen....

Wie bei jedem Club lag die Stärke der Sessions beim Publikum selbst. Wer war also die Dingwalls Generation? Post Soul-Boys aus den Vororten trafen auf urbane Jäger des raren Grooves, Hardcore Jazz Tänzer, „acid Teds“, die nach einer durchtanzten Nacht noch im Dingwalls vorbei schauten, progressive Mods und Boogieboys, Beatniks. Ein riesiger Melting Pot aus musikalischen Heimatlosen, die sich hier zuhause fühlten.

Die allerletzte Sonntag Nachmittagssession im Dingwalls verursachte eine Warteschlange, die den Club fünf Mal hätte füllen können. Geschichte wurde geschrieben, wir wussten, dass wir das Glück hatten, an etwas teilgenommen zu haben, das ganz besonders war. Zum Schluss verließen wir das Haus glücklich und überdreht, verschwitzt und verliebt in die Musik.

© Malagueta Music Ltd. 2006