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V.A.
Ozeanien
"Pacific Hotel" Océania
 
Baden Powell
(Brasilien)
"O Universo Musical" Universal
 
Baden Powell
Brasilien
"Lembranças" Universal
 
Simona Barbera
Sizilien
"Mirto" Heaven & Earth
 
Miúcha
Brasilien
"Compositores" Pygmalion
 
Boubacar Traoré
Mali
"Je chanterai pour toi" Mélodie
 
Les Tambours de Brazza
Kongo
"Tandala"
 
Simentera
Kap Verde
"Tr’adictional" Mélodie
 
Moses I
Jamaika
"More than a Dream" Next Music
 
Kora Jazz Trio
Westafrika
"Kora Jazz Trio" Mélodie

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Mané

Als leidenschaftliche Fadista besingt Mané ihre Heimat, ihre Stadt, ihre hoffnungsvollen sowie hoffnungslosen Lieben, ihr ganzes Leben. Mit der unvergleichlichen Poesie Portugals bringt sie die Seele eines Volkes zum Ausdruck, das seinen ausgeprägten Sinn für Romantik, Melancholie und Lyrik über lange Jahrhunderte hinweg zu bewahren wusste. Der Fado mutet geheimnissvoll und faszinierend an, er erinnert stets an jene Seeleute, die ihre Heimat für ungewisse Reisen verließen und ihre Sehnsucht besangen. Heute führt Mané diese Tradition der portugiesischen Saudade brilliant und emotionsstark fort.

Mané wurde in Lissabon geboren und verbrachte ihre Kindheit in Mosambik, wo sie Klavier lernte. In Portugal zurück fand sie recht schnell den Zugang zu den bekanntesten Fado-Häusern Portos. Die berühmte Sängerin Maria da Fé unterstützte sie von Anfang an und lud sie ein, auf den besten Bühnen Lissabons aufzutreten. Auf einer dieser Bühnen entstanden Manés erste Live-Aufnahmen, zwei zu diesem Zeitpunkt unveröffentlichte Titel, die heute auf Compilations zu finden sind (Great Voices of Fado/DOM und Thalassa/SONY). Mané tourte jahrelang durch Kanada, USA, Deutschland und Frankreich und natürlich auch durch Portugal. Heute lebt sie seit zehn Jahren in Frankreich, wo sie weiterhin für das begeisterte Fado-Publikum singt. Schließlich nimmt sie nach einer langjährigen Karriere ihr erstes Solo-Album auf. Für "Fado Subtil" lud sie zwei herausragende Gitarristen und treue Begleiter ein, Samuel Cabral und Nel Garcia, die ebenfalls einige Stücke für sie komponierten. Ihr Freund Fernando João arbeitete mit ihr am Repertoire, wählte traditionelle Fadothemen aus, wie "Amor de fel, amor de mel", ein Lied der großen Amália Rodrigues, und beteiligte sich ebenfalls an den Kompositionen. Mané selbst schrieb drei sehr persönliche Lieder und beweist, wie lebendig die Fado-Tradition geblieben ist.

Um dem sehr emotionalen Fado gerecht zu werden, wurden die Lieder in ihrer Gesamtheit live im Studio und ohne weitere Bearbeitung eingespielt. Dabei wurde Manés Stimme von einer sparsamen und feinfühligen Instrumentierung hervorgehoben. Neben der spanischen Gitarre, der "viola", spielt die "gitarra", die portugiesische Gitarre, eine ganz besondere Rolle. Das Instrument geht auf die Laute zurück, die nach der Renaissance im restlichen Europa in Vergessenheit geraten ist. In Portugal hingegen ist das 12-saitige Instrument mit dem bauchigen, sonoren Klangkörper seit seiner Einführung im 16. Jh. ganz fest verwurzelt und vom Fado nicht wegzudenken. Samuel Cabrals virtuose vibrati und glissandi bringen gerade bei den getragenen Fados die "gitarra" förmlich zum Schluchtzen und erzeugen diese wohlig-traurige Stimmung, welche weit über die Grenzen Portugals hinaus als Saudade bekannt geworden ist.

Mit einer Stimme, die von den Höhen und Tiefen des Lebens geprägt wurde, singt Mané ihren persönlichen Fado auf sehr authentische Art und Weise. Bei jeder Note spürt man die engen Gassen in Lisboa, den Trennungsschmerz und die Sehnsucht eines Volkes, das die große Herausforderung der Meere aufnahm, leidenschaftlich interpretiert von einer Fadista mit Herz und Seele.

© Malagueta Music Ltd. 2006