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Zeitfenster 27.03.2004 - 04.04.2004 Berlin, Konzerthaus
 
Armenian Navy Band
Armenien
"Sound Of Our Life" Heaven & Earth
 
Djamel Laroussi
Algerien
"Live" CD und DVD Dadoua
 
Lo’Jo
Frankreich
"Ce Soir Là"
 
Miary Lepiera
Madagaskar
"Soro" Mélodie
 
Janice deRosa & Djeli Moussa Conde
USA & Guinea
"aduna"
 
Khaled
Algerien
"Ya-Rayi" Universal
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Miary Lepiera

Soweit der Komponist, Gitarrist und Sänger Miary Lepiera zurückdenken kann, ist er Musiker gewesen. Er wurde im Jahre 1976 im Südwesten Madagaskars geboren, wo er bei einer sehr christlichen Adoptivfamilie aufwuchs. Da es ihm nicht erlaubt war, den traditionellen Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft beizuwohnen, durfte er selbstverständlich auch nicht ihre Musikinstrumente lernen. So baute er sich eine Art Mandoline und brachte sich das Spielen selbst bei. Dahingegen wurde seine Stimme im Kirchenchor der Gemeinde früh gefördert. Mit 16 Jahren verließ er die Schule und widmete sich vollkommen der Musik. Zu dieser Zeit fand er heraus, dass seine leiblichen Eltern Musiker waren, was den jungen Mann in seiner starken Bindung zur Musik bestätigte. Er widmete sich ganz der Gitarre und tourte mit zahlreichen Musikern durch Madagaskar, bis er Mitte der 90er Jahre mit der Band "Njava" nach Europa flog und sich anschließend in Brüssel niederließ.

Miary Lepiera ist damals 18 Jahre alt und kämpft, um in der belgischen Haupstadt Fuss zu fassen. Er lernt viel im Zusammenspiel mit dortigen Jazzmusikern, und vor allem die Begegnung mit Philippe Catherine wird von großer Bedeutung sein. Letzterer ermutigt ihn, seinen eigenen Stil weiterzuentwickeln, und Miary wird nach langjähriger Arbeit als Virtuose des Spiels mit offenen Stimmungen - open tuning - allgemein anerkannt. 1997 fühlt er sich stark genug, um als Sänger und Gitarrist mit seinen eigenen Kompositionen aufzutreten und gründet seine Band "Sairy" - übersetzt: "Künstler". Knapp zwei Jahre später erscheint das erstes Album, "Bitsibitsiho", eine glückliche Annäherung zwischen madegassischer Musik und amerikanischen Jazz.

Mit seinem zweiten Album "SORO" verfolgt Miary Lepiera weiterhin sein künstlerisches Ziel und arbeitet an einer zeitgenössischen madegassischen Musik, die einerseits auf den kulturellen Wurzeln seines Landes aufbaut, aber auch zahlreiche Elemente des afrikanischen Kontinents einbezieht. Sicherlich sind die Afro-Pop Anleihen unüberhörbar, streckenweise an Makossa oder südafrikanische Musik erinnernd. Kein Wunder, denn seine Musiker stammen aus Togo, Burkina Faso, Angola, Kamerun, Madagaskar und ... Griechenland! Gleichzeitig bewegt sich der Sound in warmen und freundlichen Gefielden zwischen traditionellen Balladen, spirituellen Ritualen und ruralen Melodien. Miary Lepiera trägt seine Kompositionen mit einer modulations-reichen Tenorstimme vor. Die typische südwestliche madegassische Musik wird mit elektronischen Sounds vermischt, und der Gesang der dort lebenden Pygmeen wird als Sample eingesetzt. Der Rhythmus der Katsa (einer Art Maracas) zieht sich durch das gesamte Album durch, die Gitarre klingt teilweise wie eine Marovany.

Miary Lepieras Texte handeln von der Freundschaft, dem Mangel an Solidarität, der Korruption oder ganz einfach von der Liebe. Der Titelsong "Soro" befasst sich mit einer uralten Tradition - das Opfern eines Lebens, um ein Anderes zu retten -, die sowohl in Madagaskar als auch in vielen zentralafrikanischen Ländern beheimatet ist. Mit "Soro" ist Miary Lepiera ein Album geglückt, dessen Musik fest auf Madagaskar verwurzelt ist, jedoch gerne über die Straße von Mosambik nach Afrika hinüberschaut, um anschließend die weite Reise nach Europa anzutreten!

Miary in der Sommer-Playlist von Radio France Internationale!

© Malagueta Music Ltd. 2006