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Victor Démé. Lido (Berlin)
Burkina Faso
21.4.2010, 20h00
 
Dobet Gnahoré
Elfenbeinküste
Djekpa La You Contrejour
 
LifeLines #3: Rubén Rada, Haus der Kulturen der Welt
Berlin
Mit: Rubén Rada, Juana Molina, Jazzanova, Javier Malosetti, Pablo Schanton
 
Amparo Sanchez
Tucson-Habana
Spanien Wrasse Records
 
Oswin Chin Behilia
Curacao
Liber Otrabanda Records
 
Mikea
(Madagaskar)
Taholy Contrejour
 
Afel Bocoum
(Mali)
Tabital Pulaaku Contrejour
 
LéOparleur
(Frankreich)
Faut Du Rêve Léo Production
 
Die Strottern
(Österreich)
I Gabat Ois Cracked Anegg
 
Dazkarieh
(Portugal)
Hemisférios Hepta Trad.

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Mikea

Mikea
Taholy
Contrejour -
(im Vertrieb von Broken Silence)
VÖ: 23. Oktober 2009

Anfang des neuen Jahrtausends gründet Théo Rakotovao die Band Mikea, die er nach einer kleinen ethnischen Gruppe von Jägern und Sammlern aus dem Südwesten Madagaskars benennt. Er identifiziert sich derart mit seinem Volk, dass er diesen Namen später selbst annimmt.

Mikea wurde in der Region Masikoro im Südwesten Madagaskars geboren. Italienische Priester brachten ihn in die Provinzhauptstadt Toliara, wo er Wirtschaftswissenschaften studierte. Beim Lernen hatte er jedoch nur ein Ziel vor Augen: sein musikalisches Talent erfolgreich für seine Region einzusetzen. Es gelingt ihm, sich aus der Vielzahl begabter und bekannter madagassischer Musiker hervorzuheben. Mikea beeindruckt durch seine Musik, aber auch durch sein Engagement für die Mikeas, deren Lebensweise sehr eng mit dem Wald verbunden ist, weshalb sie aufgrund der erheblichen Ausrodung in den letzten 50 Jahren um ihr Überleben fürchten müssen. Mikeas erstes Album, “Longo“, wurde im Jahre 2002 von seinem Landsmann und Kollegen Rajery produziert, und heute erscheint „Taholy“, kurz nachdem er mit dem Preis „Découvertes RFI musiques“ von Tiken Jah Fakoly zur Entdeckung des Jahres 2008 ausgezeichnet wurde.

Mikeas Musik basiert auf dem Beko, einem traditionellen a capella Gesang, dem er eine persönliche Note hinzufügt. Durch eigene Harmonien und einen sehr speziellen Rhythmus muten seine Lieder geradezu bluesig an. Durch Mikeas Bearbeitung bekommt der Beko, der sowohl eine Musikrichtung, die ursprünglich auf Beerdigungszeremonien gespielt wurde, als auch eine viersaitige Gitarre bezeichnet, einen universellen Klang.

Die Komposition des jungen Singer-Songwriters sprechen vielfältige Themen wie die Armut, traditionelle Werte, die Macht des Geldes, Exil und Heimweh, Verrat und Diebstahl, die Bedeutung der Familie und natürlich die Liebe an, wobei ihm die Ausrodung des Waldes und die damit einhergehende Entvölkerung seiner Region ganz besonders am Herzen liegen. Mikeas Stil ist authentisch und bodenständig. Von Gitarren und Perkussionen unterstützt, singt er mit einer klaren und ergreifenden Stimme solo oder in puristischer polyphonischer Begleitung.

Madagaskar hat uns Mikea geschickt, jetzt schickt uns Mikea auf Madagaskar, die Insel der vielen Farben, Töne, Rhythmen und Klänge. Wir brauchen uns nur noch zurückzulehnen und uns von dieser subtilen und doch selbsterklärenden Musik tragen zu lassen, einer Musik so weise wie ein afrikanisches Sprichwort, so tiefsinnig wie eine alte Ballade, so erdig wie der Blues…

© Malagueta Music Ltd. 2006